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Zur Veršffentlichung oder Freigabe  nach dem  30. September 2006, 10.45 Uhr (GMT)

Posterdetails

262P – Europþische Umfrage Ÿber das Wissen und die Auffassungen von Patientinnen bezŸglich adjuvanter Endokrintherapie bei Brustkrebs im FrŸhstadium.

Session am 30. September, 12.45 – 13.45 Uhr (GMT+2), Brustkrebs im FrŸhstadium

Posterautor

Yvonne Wengstršm

 

 

GROSSE EUROP€ISCHE UMFRAGE ZEIGT KRITISCHE L†CKEN IN DER AUFKL€RUNG UND INFORMATION VON BRUSTKREBSPATIENTINNEN AUF

 

ISTANBUL, TŸrkei, 30. September 2006 – Die Ergebnisse einer kŸrzlich durchgefŸhrten Umfrage unter Frauen mit Brustkrebs im FrŸhstadium zeigen, dass viele Patientinnen unzureichend informiert und in zu geringem Umfang an Entscheidungen Ÿber potenziell lebensverlþngernde Behandlungsma§nahmen beteiligt sind. Besonders mangelhaft informiert sind nach Erkenntnissen der Studie þltere und weniger gebildete Frauen sowie solche, die Ÿber keinen Internetzugang verfŸgen. Diese Ergebnisse wurden heute erstmals auf dem Kongress der European Society for Medical Oncology (ESMO) veršffentlicht.

 

ãUnsere Umfrage hat gezeigt, dass die Informationen, die die Patientinnen zum Thema adjuvante Endokrintherapie erhalten, zu wŸnschen Ÿbrig lassenÒ, erklþrt Yvonne Wengstršm vom Karolinska-Institut in Stockholm (Schweden), die Mitglied im GAEA-Lenkungsausschuss und Prþsidentin der European Oncology Nursing Society (EONS) ist.  ãDie Patientinnen setzen gro§es Vertrauen in die Informationen, die sie von €rzten erhalten . Die  Umfrage hat jedoch ergeben, dass sie nicht ausreichend Ÿber das Therapierationale und die mšglichen Folgen der Behandlung aufgeklþrt werden. Viele Patientinnen wurden nicht einmal Ÿber die mšglichen Behandlungsalternativen informiert. Die Frauen, die an der Studie teilgenommen haben, erklþrten, dass sie sich mehr Informationen Ÿber die Behandlung und vor allem Ÿber die Nebenwirkungen wŸnschen.Ò

 

An der Umfrage, die Teil der GAEA-Initiative ist, nahmen 547 postmenopausale Frauen aus neun europþischen Lþndern mit Brustkrebs im FrŸhstadium teil. Es sollte ermittelt werden, wie gut Frauen Ÿber die adjuvante Endokrin (Hormon)-Therapie und ihr Rezidivrisiko unterrichtet waren, wie involviert sie in die Entscheidung Ÿber ihre Behandlung waren und in welchen Bereichen sie Informationen und UnterstŸtzung benštigten. Eine adjuvante Endokrintherapie wird nach Brustkrebsoperationen eingesetzt, um das Risiko eines Wiederauftretens der Krebserkrankung zu verringern; die Behandlung dauert in der Regel mindestens fŸnf Jahre. Es gibt verschiedene Arten der Therapie, die fŸr die Patientinnen jeweils ein unterschiedliches Risiko-Nutzen-Profil haben. Um eine informierte Entscheidung treffen zu kšnnen, mŸssen die Patientinnen den Zweck der adjuvanten Endokrintherapie und die unterschiedlichen Risiko-Nutzen-Profile der einzelnen Therapien kennen. 

 

ãWir werden als €rzte den BedŸrfnissen der Patientinnen nicht gerecht, , wenn wir die Frauen nicht in die Entscheidung Ÿber eine adjuvante Endokrintherapie einbeziehen und ihnen nicht die nštigen Informationen geben, um eine solche Entscheidung zu treffenÒ, erklþrt Prof. Dr. Alberto Costa, Direktor der European School of Oncology (ESO) in Mailand (Italien) und Mitglied des GAEA-Lenkungsausschusses. ãDies ist keine gute medizinische Praxis. Die ESO wird anhand der gewonnenen Erkenntnisse Initiativen entwickeln, um €rzte zu unterstŸtzen, ihre Kommunikationsfþhigkeiten zu verbessern und effektiver auf die BedŸrfnisse der Patientinnen einzugehen.Ò

Nur 22 % der Patientinnen gab an, voll oder weitgehend an der Entscheidung Ÿber eine adjuvante Endokrintherapie beteiligt gewesen zu sein; am wenigsten in die Entscheidung involviert waren Frauen Ÿber 60 Jahre. Viele der Frauen, die an der Studie teilnahmen, waren mit dem Grad ihrer Einbeziehung in den Entscheidungsprozess unzufrieden.

 

Erwartungsgemþ§ erhielten diejenigen Frauen, die am aktivsten in die Entscheidung Ÿber eine Hormontherapie involviert waren, mehr Informationen Ÿber die Nebenwirkungen und Behandlungsdauer als Frauen, die nicht an der Entscheidung mitwirkten. Aktiv involvierte Patientinnen erfuhren auch mehr Ÿber die Vorteile einer langfristigen adjuvanten Therapie und Ÿber das Rezidivrisiko.

 

ãWir wissen aus Erfahrung, dass gut informierte und aktive Patientinnen eine bessere Behandlung erhaltenÒ, stellte Ingrid Kšssler, Prþsidentin der europþischen Fšderation gegen den Brustkrebs - Europa  Donna, fest.  ãDie Ergebnisse zeigen, dass eine klare Wissenskluft  bei den Brustkrebspatientinnen besteht. Eine bessere Aufklþrung fþngt mit einer besseren Kommunikation an, und wir mŸssen uns verstþrkt bemŸhen, dieses Problem zu beheben und den BedŸrfnissen von þlteren und weniger gebildeten Frauen gerecht zu werden.Ò

ENDE

 

 

Interviews mit GAEA-Sprechern kšnnen vereinbart werden Ÿber:

Matthew Kent, Tonic Life Communications

Tel.: +44 (0)20 7798 9900 / Mob.: +44 (0)7899 876 685 / E-Mail: matthew.kent@toniclc.com

 

Weitere Informationen Ÿber die GAEA-Initiative erhalten Sie unter www.gaeainitiative.eu oder von Matthew Kent (Kontaktdetails siehe oben).

 

Hinweis fŸr Redakteure

†ber die GAEA-Initiative und die Patientenumfrage

Die GAEA-Initiative ist ein Gemeinschaftsprojekt von ESO, EONS und Novartis Oncology.  Durch die Umfrage, die im Rahmen der Initiative durchgefŸhrt wurde, sollte ermittelt werden, wie gut postmenopausale Frauen mit Brustkrebs im FrŸhstadium Ÿber das Risiko eines Krankheitsrezidivs informiert waren, ob sie  den Zweck einer adjuvanten Endokrintherapie verstanden und wie ihre Einstellung gegenŸber dieser Therapie war. Ferner sollte festgestellt werden, in welchen Bereichen ein weiterer Informations- und UnterstŸtzungsbedarf besteht und wie dieser gedeckt werden kann. Die europþische Fšderation gegen den Brustkrebs - Europa Donna beriet die GAEA-Initiative in Patientenfragen.

 

An der GAEA-Patientenumfrage nahmen postmenopausale, mit adjuvanter Endokrintherapie behandelte Brustkrebspatientinnen aus neun europþischen Lþndern teil: …sterreich (n=34), Frankreich (n=92), Deutschland (n=82), Ungarn (n=34), Italien (n=90), Spanien (n=71); Schweden (n=36), Schweiz (n=12) und Gro§britannien (96).  Insgesamt 547 Fragebšgen wurden ausgewertet. FŸr eine Teilnahme kamen Frauen in Frage, bei denen ein Brustkrebs im FrŸhstadium (d.h. lokal auf das Brustgewebe und/oder die umliegenden Lymphknoten begrenzt) diagnostiziert worden war, die postmenopausal waren und seit mindestens einem Jahr eine adjuvante Endokrintherapie erhielten.